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 Uveitis ist  

eine in den letzten Jahren häufig auftretende entzündliche Erkrankung des Augeninnern, die man aufgrund der unterschiedlichen Entzündungsbereiche wie folgt unterscheidet:

    • anteriore = vordere Uveitis = Bereich Regenbogenhaut (Iris)
    • intermediare = mittlere Uveitis = Bereich Ziliarkörper (Strahlenkörper)
    • posteriore = hintere Uveitis = Bereich der Aderhaut (Choroidea)
    • Betrifft die Entzündung alle Bereiche, spricht man von einer Panuveitis

 

 


Man schätzt, dass jährlich ca. 5.000 Neuerkrankungen hinzukommen. Rund zehn Prozent der Uveitis-Patienten sind Kinder unter 16 Jahren. Nicht selten wird eine Erkrankung eher zufällig entdeckt, da die Kinder oftmals bereits ausgeprägte Sehschwächen kompensieren.

Ursache der Erkrankung ist trotz intensiver Forschungen noch immer nicht eindeutig. Häufig sind jedoch rheumatische Grunderkrankungen oder seltener Infektions-erkrankungen als Auslöser anzunehmen.

Gerade bei Uveits in Verbindung mit rheumatischen Grunderkrankung ist es wichtig, dass der Kinderarzt, der Rheumatologe und der Augenarzt eng zusammenarbeiten, um die geeigneteste Therapieform einzuleiten und engmaschig zu überwachen.

Die Therapie erfolgt, abhängig von der Entzündungsform und des Schweregrades der Entzündung, mit Cortisonaugentropfen oder Cortisontabletten. Etwa ein Drittel der Kinder muss zusätzlich mit Immunsuppressiva behandelt werden.

Ziel der Therapie ist es, das Sehen der Kinder zu erhalten sowie Komplikationen und Rückfälle zu vermeiden. Trotzdem entwickeln bis zu 80% der Kinder eine ein- oder beidseitige Sehverschlechterung durch Komplikationen. Viele der Kinder müssen daher  ein oder mehrfach an den Augen operiert werden, sei es wegen eines Katarakt (grauer Star), eines Glaukoms (grüner Star), einer Glaskörpertrübung oder anderer Komplikationen.

Auf der Homepage der DUAG finden Sie weitergehende, ausführliche Informationen
über Krankheit und Therapiemöglichkeiten.

 

In dieser Lebenssituation der Familien mit Uveitiskindern ergeben sich all jene
Probleme, die sich bei allen schweren und chronisch verlaufenden, d.h. die Familien ständig belastenden Erkrankungen, abzeichnen.
Genannt seien: Häufige Arzttermine, Krankenhausaufenthalte, schulische Probleme, Probleme in der Berufswahl, Schattendasein der Geschwisterkinder, soziale Ausgrenzung etc..

 

Die Möglichkeit des Erfahrungs- und Wissensaustausches zwischen betroffenen
Familien hilft, Lösungen für die alltäglichen Probleme zu finden.

 

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Uveitis - Elterngruppe am Franziskus - Hospital, Münster | info (at) uveitis-elterngruppe.de