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 Uveitis ist  

eine in den letzten Jahren häufig auftretende entzündliche Erkrankung des Augeninnern, die man aufgrund der unterschiedlichen Entzündungsbereiche wie folgt unterscheidet:

    • anteriore = vordere Uveitis = Bereich Regenbogenhaut (Iris)
    • intermediare = mittlere Uveitis = Bereich Ziliarkörper (Strahlenkörper)
    • posteriore = hintere Uveitis = Bereich der Aderhaut (Choroidea)
    • Betrifft die Entzündung alle Bereiche, spricht man von einer Panuveitis

 

 

 


Man schätzt, dass die Zahl der neu erkrankten Kinder in Deutschland jährlich ca. 500 bis 1.000 beträgt. Nicht selten wird eine Erkrankung eher zufällig entdeckt, da die Kinder oftmals bereits ausgeprägte Sehschwächen kompensieren.


Die Ursache der Erkrankung ist trotz intensiver Forschungen noch immer nicht eindeutig definierbar. Häufig sind jedoch rheumatische Grunderkrankungen oder seltener Infektions-Erkrankungen als Auslöser anzunehmen.


Gerade bei Uveits in Verbindung mit einer rheumatischen Grunderkrankung ist es wichtig, dass der Kinderarzt, der Rheumatologe und der Augenarzt eng zusammenarbeiten, um die am besten geeignete Therapieform einzuleiten und engmaschig zu überwachen.

Die Therapie erfolgt, abhängig von der Entzündungsform und des Schweregrades der Entzündung, mit Cortisonaugentropfen oder Cortisontabletten. Etwa ein Drittel der Kinder muss zusätzlich mit Immunsuppressiva (z.B. Metotrexat und/oder Biologica) behandelt werden.

Ziel der Therapie ist es, das Sehen der Kinder zu erhalten sowie Komplikationen und Rückfälle zu vermeiden. Trotzdem entwickeln sich komplikationsbedingt oftmals Sehverschlechterungen. Viele Kinder müssen daher an den Augen operiert werden, z.B. aufgrund eines Kataraktes (grauer Star), eines Glaukoms (grüner Star), einer Glaskörpertrübung oder anderer Komplikationen.

Auf der Homepage der
DUAG finden ihr weitergehende, ausführliche Informationen
über Krankheit und Therapiemöglichkeiten.

Im alltäglichen Leben der betroffenen Familien mit Uveitiskindern ergeben sich aufgrund der Erkrankung und der Therapie zusätzlich zu bewältigende Anforderungen, genannt seien hier:

  • - Häufige Arzttermine, Therapiestunden und Krankenhausaufenthalte,
  • - schulische Probleme, Probleme bei der Berufswahl,
  • - Schattendasein der Geschwisterkinder,
  • - Schwerbehindertenthematik, ggfs. soziale Ausgrenzung,
  • - Unsicherheiten im Umgang mit Kostenträgern, z.B. Krankenversicherungen    etc.

Die Möglichkeit des Erfahrungs- und Wissensaustausches zwischen betroffenen Kindern, Eltern und Familien hilft, Lösungen für diese alltäglichen Probleme zu finden.